geschichte-salzburg
DIE GESCHICHTE SALZBURGS

Die ersten Dauersiedlungen auf den Stadtbergen wurden während der mittleren Steinzeit eingeordnet. 15 v. Christus werden die keltischen Siedlungen auf den Stadtbergen aufgegeben und mit dem Bau der römischen Siedlung Iuvavumbegonnen. Um 45 n. Chr. wird Iuvavum Munizipalstadt mit weitgehender Selbstverwaltung.

Um 696 kam Bischof Rupert nach Salzburg, worauf 739 die Stadt zum Bischofssitz ernannt wurde. Der deutsche Name Salzpurc wurde um 755 erstmals belegt. 

Die Verleihung des Markt-, Münz- und Mautrechtes durch Kaiser Otto III. an den Erzbischof 996 ist Anstoß zur Entstehung einer Bürgerstadt.

Anfang des 12. Jahrhunderts ist Salzburg erstmals Stadt im Rechtssinn. 

Nach der Trennung vom Mutterland Bayern ist Salzburg seit dem 14. Jahrhundert Haupt- und Residenzstadt des Erzstiftes Salzburg, eines Kleinstaates im Hl. Römischen Reich.Der Erzbischof ist zugleich Stadtherr,
die bürgerliche Autonomie bleibt eingeschränkt.

Während die Stadt seit dem späten 16. Jahrhundert zur Barockstadt umgestaltet wird, lässt Erzbischof Paris Lodron zur Zeit des 30-jährigen Krieges Salzburg durch die Errichtung weitläufiger Befestigungsanlagen zur Festungsstadt ausbauen. Die Stadt wird zur fast uneinnehmbaren Zitadelle. 

1622/23 gründet Paris Lodron die Benediktineruniversität, die bis zur ihrer Auflösung 1810 zeitweise zu den am meisten frequentierten Universitäten des deutschen Sprachraums zählt. 1962 wird sie als staatliche Universität wieder errichtet.

1756 wird Salzburgs berühmtester Sohn, Wolfgang Amadeus Mozart, im Haus Getreidegasse 9 geboren.

Im Zuge der Napoleonischen Kriege wird das Erzstift Salzburg 1803 beschlagnahmt und bildet zunächst mit Berchtesgaden, Passau und Eichstätt ein Kurfürstentum, dessen Hauptstadt Salzburg ist. Mit seinem Ende 1805 verliert die Stadt auch die Funktion einer Residenz. Nach fünfmaligem Regierungswechsel kommt das Land Salzburg 1816 endgültig zu Österreich und die Stadt wird zur Kreisstadt degradiert.

1861 erhält Salzburg einen eigenen Landtag. Die Stadt wird Sitz der Landesregierung und mit dem Gemeindestatut von 1869 werden ihr auch die Agenden einer Bezirkshauptmannschaft übertragen.

Erste Ideen, in Salzburg Festspiele zu veranstalten, gehen auf Mozart-Musikfeste des 19. Jahrhunderts zurück. 1917 wird die Festspielhausgemeinde gegründet, mit der Uraufführung von Hoffmannsthals Jedermann 1920 beginnen die Festspiele.

Im Zweiten Weltkrieg erlebt die Stadt 15 amerikanische Bombenangriffe, denen 547 Menschen zum Opfer fallen. Rund 40 Prozent der Gebäude werden zum Teil schwer beschädigt, darunter auch der Dom und Mozarts Wohnhaus.

1950 leben erstmals über 100.000 Personen in der Stadt Salzburg. 

1996 wurde die Altstadt zum Weltkulturerbe durch die UNESCO erhoben. 1998 wird die Hochschule Mozarteum zur Universität erhoben, 2003 wird die Paracelsus Medizinische Privatuniversität gegründet.

(Quelle: stadt-salzburg.at)